Schirmherrin der „Promenade pour un objet d’exception“ zu Besuch in der Galerie Gierhards

20. Oktober 2017 Wir freuten uns besonders über den Besuch von Frau Dr. Vera Geisel, Schirmherrin des Events „Promenade pour un objet d’exception“ in unserer Galerie.

Die „Promenade pour un objet d’exception“ in Düsseldorf

17. August 2017 | www.vogue.de

„17. August 2017 Shopping-Tipp Bereits seit vielen Jahren wird in Paris auf der Avenue Montaigne die „Promenade pour un objet d’exception“ gefeiert. Und auch Düsseldorf ist seit drei Jahren Teil der Straßenpartnerschaft der Luxusmeilen der Welt. Nach den Erfolgen der letzten Jahre präsentieren auch in diesem Jahr knapp 40 Luxusmarken exklusive Unikate und Vintage-Objekte auf der beliebten Einkaufsstraße, der Kö. Das Motto der diesjährigen Veranstaltung: das Paris der 20er-Jahre. Mit VOGUE können Sie einen exklusiven Shopping-Tag mit Übernachtung in einem 4-Sterne-Hotel, Eintrittskarten zu allen teilnehmenden Stores sowie eine exklusive Stola von Talbot Runhof gewinnen.“

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Antiquariato

Oktober 2016 | Nr. 426 | Mailand | Seiten 96 bis 101

presse-antiquariato
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Westdeutsche Zeitung

5. Januar 2016

orientale

rp-online

30. November

Bilder aus Tausendundeiner Nacht

Düsseldorf. An der Königsallee ist orientalische Malerei zu entdecken. Die Arbeiten verschmelzen Klischees mit realen Eindrücken aus den Regionen. Von Regina Goldlücke

Prächtige Paläste, Sonnenuntergänge mit betörenden Licht- und Schattenspielen, farbenfrohe Marktszenen und opulente Herrscher-Portraits prägen das Genre des Orientalismus. Im 19. Jahrhundert brachen europäische Maler vornehmlich aus Deutschland, Frankreich und Italien auf der Suche nach exotischen Inspirationen ins Morgenland auf. Viele dehnten ihre Studienreisen in den Mittleren Osten, nach Nordafrika und Indien über Monate aus. Wie etwa John Gleich, der während seiner Aufenthalte in Indien (1909/1910) neben der Malerei noch Aufsätze über die indische Architektur schrieb. Zu seinen schönsten Gemälden zählt der „Uhrenturm von Udaipur“.

Dieses Werk ist derzeit in der Orientalismus-Ausstellung bei Ralph Gierhards Antiques/Fine Art auf der Königsallee 44 zu sehen. „Ich bin seit einiger Zeit dabei, ein Skulpturen-Museum aufzubauen“, erzählt der Kunsthändler. „Daher weiß ich, wie stark sich Sammler für orientalische Objekte aus Terracotta, Bronze und Marmor interessieren. So kam ich auf den Geschmack, mich neben den Skulpturen auch der orientalischen Malerei zuzuwenden.“

Die meisten Exponate hat er selber erworben, einige wenige Stücke sind Leihgaben von Kollegen. Ralph Gierhards sagt, er sei der einzige Kunsthändler in Deutschland, der sich in dieser Konzentration dem Orientalismus widme. „Alle Bilder wirken sanftmütig und friedlich“, betont er. „Mich faszinieren die Farben, das Licht und die stimmungsvollen Darstellungen von Wüste oder Dörfern.“ Er zeigt auf eine detailreiche Marktszene von Eugène Pavy: „Da ist Leben drin!“ Für „Fußgänger bei der Bou-Saada“ wählte Jules-Charles Taupin blasse Nuancen, man glaubt, Dunst und Sand wie einen Schleier über dem Bild zu spüren. „Portrait eines Pascha mit Krummsäbel auf einem Tigerfell sitzend“ ist ein Hauptwerk des gebürtigen Traunsteiners Max Fürst. „Es entstand wahrscheinlich im Auftrag eines osmanischen Sultans“, vermutet Ralph Gierhards.

Nicht immer ließen sich die Orte des Entstehens punktgenau lokalisieren. Den meisten Malern ging es weniger um eine exakte Dokumentation, sondern vielmehr darum, ihre eigenen Sehnsüchte nach dem Morgenland mit realen Eindrücken zu verschmelzen.

Seine Ausstellung versammle Künstler des Orientalismus aus mindestens der zweiten Garde, präzisiert Gierhards und nennt Alexis Delahogue, Carl Wuttke, den Breslauer Paul Lincke („Examen in der Wüste“) oder Gustavo Simoni („Vor dem Eingang der Alhambra“). Stolz ist er auf Raritäten des Berliner Malers Richard Fuchs wie „Palasteingang in einer tunesischen Stadt“ oder „Konstantinopel mit Goldenem Horn in der Dämmerung“ des Griechen A. Fotiadis.

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Quelle: Die Welt, Kurzfassung

Frage: Hat der Wechsel aus der Carlstadt auf die Königsallee eine Bedeutung für Sie, die über eine bloße Adress-Änderung hinausgeht?

Ralph Gierhards: Der Wechsel zur Königsallee hat neben der repräsentativen Lage und des schönen alten Gebäudes, in dem sich unsere Räume befinden, den Vorteil, dass Kunden und Interessenten uns besser erreichen können. Neben einem komplett neuen Design möchte ich alte Kunst mit einem modernen, jungen Gefühl in Einklang bringen und durch Kontrast zu einer neuen Harmonie führen.

Frage: Königsallee bedeutet ja nicht irgendeine Einkaufsstraße, sondern ist die Adresse in Düsseldorf. Verändert sich durch die neue Lage auch ein Image?

Ralph Gierhards: Natürlich ist die Königsallee, die Prachtstraße Düsseldorfs, eine sehr repräsentative Adresse. Sie wird unser Image sinnvoll unterstützen. Als ich die dritte Etage im Haus Nr. 44 fand, fast per Zufall, konnte ich mein Glück kaum fassen. Objekte, wie ich sie führe, brauchen eine solch repräsentative Adresse.

Frage: Mit Ihrem Angebot besetzen Sie ein wichtiges, allerdings selten gehandeltes Feld im Kunstmarkt.

Ralph Gierhards: Ja, das stimmt. Unser Angebot umfasst vier Bereiche der alten Kunst. Internationale Möbelkunst vorwiegend des 18. Jahrhunderts, vergoldete Bronzen aus vorwiegend französischer Provenienz, Gemälde alter Meister sowie Skulpturen des 18. und 19 Jahrhunderts aus Marmor, Terrakotta und Bronze. Darüber hinaus habe ich eine kleine Offerte wunderschöner Objekte von Camille Fauré. Betrachtet man nur den Markt für Skulptur des 19. Jahrhunderts, so haben wir so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt vielleicht drei, vier Händler in Paris und London sowie in Amerika. Mehr nicht.

Frage: Es war also die bewusste Entscheidung für ein neues Segment.

Ralph Gierhards: Diese Sammlungsgebiete habe ich nicht nur der eigenen Begeisterung wegen in mein Angebot aufgenommen sondern, so finde ich, passen diese auch zum heutigen Sammlungsinteresse einer jüngeren Generation.

Frage: Was reizt Sie an den Skulpturen?

Ralph Gierhards: Sie sind spannend in ihrer Dreidimensionalität. Sie haben Tiefe. Man fühlt die Historie. Und dahinter steckt eine Menge an Wissen und wissenschaftlicher Forschung. Es ist toll, fast detektivisch, etwas über eine bestimmte Skulptur oder ein Möbel heraus zu finden. Das bedeutet mir mehr als nur das Materielle. Die Werke können wirklich Geschichten erzählen. Und es ist eine echt handwerkliche Kunst. Es ist immer noch kein hundertprozentig erforschtes Gebiet. Da muss noch einiges aufbereitet werden. Das spiegelt sich übrigens auch bei den Preisschätzungen.

Frage: Was ist das Besondere an Terrakotta-Skulpturen?

Ralph Gierhards: Terrakotta hat eine warme rötliche Farbe. Die Figuren strahlen unglaubliche Wärme aus. Deswegen auch meine Liebe zu französischen Möbeln, die auch Geborgenheit vermitteln.

Frage: Wie bekannt sind die Künstler der Terrakotta-Figuren?

Ralph Gierhards: In Frankreich und Amerika sind die Namen sehr, sehr bekannt. In Deutschland weniger. Die Preise sind in die Höhe geschnellt und im Steigen begriffen. Ich habe viele der Top-Künstler im Angebot. Darunter sind Aimé-Jules Dalou, Jean-Baptiste Carpeaux, mein Liebling, den ich gewissermaßen etabliert habe, Albert-Ernst Carrier-Belleuse und Antoine-Louis Barye mit seinen Tierplastiken. Motivisch dominiert das Erotische. Häufig sieht man Frauenbüsten, auch Allegorisches. Und Exotisches. Es zeigt sich das heitere, beschwingte Leben. Leicht, leger und schwerelos.

Frage: Wenden wir uns Ihrem neuen Segment zu: Fauré.

Ralph Gierhards: Als ich die ersten Objekte von Camille Fauré sah, haben sie mich elektrifiziert: diese emaillierten Farben, die die geometrischen Muster und die Blumenmotive zum Leuchten bringen. Was für eine Strahlkraft! Neben dem Art Déco finden sich die kubistischen Vasen, die an Gemälde von Robert und Sonja Delaunay erinnern. Besonders begehrt sind die geometrischen Formen. Fauré betrieb bis in die 1950er Jahre eine Manufaktur in Limoges mit 20 bis 30 Mitarbeitern. Es wurde in kleinen Auflagen produziert. Folglich sind sie seltener auf dem Markt. Es gibt auch wenige Fälschungen, weil es eine so spezielle Technik ist. Und es ist international ein überschaubarer Markt, der jüngere Leute als Käufer anzieht.

Frage: Wie international müssen Sie unterwegs sein, um im Kunstgeschäft mitzuspielen?

Ralph Gierhards: Man muss auf den wichtigsten Messen, zuvörderst der Tefaf in Maastricht, vertreten sein, wo unser Haus seit zwei Jahrzehnten dabei ist. Aber auch die Munich Highlights im Oktober ist eine feine exquisite Messe, an der ich seit Jahren teilnehme. Man braucht ein gutes Einkaufsgespür und sollte die Objekte mit einem modernen Blick kaufen. Letztlich müssen die Kunstgegenstände überzeugen. Meine können das: Sie haben einen Tick Modernität, verkörpern Eigenwilligkeit und Unabhängigkeit. So würde ich auch meine Käufer einschätzen und beschreiben.

Quelle: Handelsblatt online

01.08.2012

Ralph Gierhards Antiques

Neueröffnung in repräsentativer Lage

Ralph Gierhards ist mit seinem Antiquitätenhandel auf Düsseldorfs noble Königsallee gezogen. Dort zeigt der junge Händler, welche Ausstrahlung französische Wohnkultur und Kunst entfalten kann. Düsseldorf. Sichtbarer werden – das ist die Devise für den deutschen Antiquitätenhandel, der seit vier Jahrzehnten auf dem Rückzug ist; jedenfalls gemessen an der Präsenz des Handels mit moderner und insbesondere zeitgenössischer Kunst. Eine junge Generation von Händlern scheint für diese schon lange eingeklagten Erfordernisse ein gutes Gespür zu haben. Das jedenfalls signalisieren die Neueröffnungen von Julian Schmitz-Avila in Bamberg (Siehe Handelsblatt vom 20.7.) und Ralph Gierhards in Düsseldorf.

Weltkunst

Ausgabe 13-2010

[…] Bei Ralph Gierhards lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ralph Gierhards leitet seit 2004 in zweiter Generation die Düsseldorfer Kunsthandlung. Bei ihm sieht kein Möbel “alt” aus, auch wenn sie aus der Zeit von Louis Quinze oder Louis Seize stammen. Das liegt vor allem an der erlesenen Auswahl der Stücke und auch an der ungewöhnlichen Auffassung ihrer heutigen Optik: Orange gefärbtes Straußenleder oder grauer Nerz sind die überraschenden “Bezugsstoffe” für Sessel und Hocker. Dabei ist die Verarbeitung so edel wie die stets in Frankreich durchgeführte Restaurierung. Einige Objekte des inzwischen weiter ausgebauten Programms mit Terrakotta-, Marmor und Bronzeskulpturen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind auch in Köln dabei. Aus der Zeit des Empire stammen ein Paar patinierte und vergoldete Urnenvasen, so genannte Aiguières und ein François-Honoré-Georges Jacob-Desmalter zugeschriebener ausklappbarer Tisch. Gierhards begibt sich mit Gemälden des französischen Postimpressionisten Eugène Chigot (1860-1923) dazu noch auf einen Nebenweg. Ein Bild zeigt einen “Sonnenuntergang bei Petit-Fort-Philippe” um 1902 in blau, grün, lila und gelb schimmernden Tönen. “Ich halte diesen Maler für total unterschätzt”, sagt Ralph Gierhards. […]

Welt am Sonntag

7. September 2001

Ob Silber aus London oder weißes Gold aus Meißen, ob elegante Fauteuils französischer Könige oder Sekretäre aus England: Die Antiquitätenbranche in NRW ist facettenreich und hochkarätig und sie boomt: Denn Antiquitäten zu sammeln, ist eine Leidenschaft und die wohl schönste Wertanlage. Der Wertzuwachs ist im Schnitt größer als bei Aktien, etwa 20 Prozent im Jahr.

WELT am SONNTAG sprach mit den vier führenden Händlern aus Düsseldorf, Münster und Aachen, die auf internationalen Messen stets die schönen alten Sachen feilbieten. Dabei geht es ausschließlich um Objekte und Möbel aus dem 17., 18. und dem frühen 19. Jahrhundert. Was jünger ist, darf nicht als Antiquität bezeichnet werden. Geschwungene Formen, Goldverzierungen bis in die feinsten Verästelungen und geometrisch angeordnete Intarsien. Kommoden mit Chinoiserien, Sessel mit prunkvollem Seidenpolster und feine zierliche Damenschreibtische aus feinsten Hölzern. Helle und dunkle Würfel mischen sich zu effektvollen Kontrasten.

m 18. Jahrhundert trieben es einige Kunsttischler (Ebenisten) auf die Spitze, erklärt Erwin Gierhards. Besonders an den französischen Königshöfen im ausgehenden Absolutismus verfeinerte sich der Geschmack, erklärt der Düsseldorfer Antiquitäten-Händler, der auf dem deutschen Markt eine Spitzenposition einnimmt. Sein Spezialgebiet hat sich in den Jahren gewandelt: Während er sich früher mit schwerem deutschen Barockmobiliar einen Namen machte, offeriert er heute nur noch Möbel, Gemälde und Objets d´Art aus den Epochen Louis Quinze, Louis Seize und aus der Übergangszeit. Mit antiken Möbeln leben, das gilt für den Händler und für viele Sammler als das Nonplusultra. Eleganz und Leichtigkeit vereinen sich zu höchster Perfektion. Ob Secrétaire Abbattant (mit breiter Schreibplatte), oder Sitzmöbel, Kommoden und Schränke, die von den Ebenisten Francois Bayer oder Thomas Hache im 18. Jahrhundert gefertigt wurden – Gierhards setzt nur auf erste Klasse. Das schätzen auch seine Kunden aus Frankreich. Vielleicht auch deshalb, weil er seine Sitz- und Salonmöbel nur von französischen Handwerkern restaurieren lässt. Nur sie verstehen sich, so Gierhards, auf das aufwendige Polstern mit Rosshaar, Seiden und Bordüren. […]

Ralph Gierhrads im TEFAF Magazin 2015

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